Schlagzeilen

Trotz 1,7 Milliarden Kosten – Elektronische Gesundheitskarte ist gescheitert

06.08.2017, 19:04 Uhr | dpa

Vor elf Jahren war sie mit großen Versprechen gestartet – steht die elektronische Gesundheitskarte nun vor dem Ende? (Quelle: imago)

Mehr als elf Jahre nach ihrem offiziellen Start könnte die elektronische Gesundheitskarte faktisch vor dem Aus stehen. Der Vorstandschef der AOK Bayern, Helmut Platzer, sagte, es sei „unsicherer denn je, wann die Gesundheitskarte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt“.

Hochrangige Mitarbeiter von Ärzteverbänden und gesetzlichen Krankenkassen berichten, es gebe in der Bundesregierung Pläne, die E-Card nach der Bundestagswahl für gescheitert zu erklären. Damit bliebe die Plastikkarte nichts weiter als ein Versicherungsnachweis, heißt es von den Krankenkassen. Die E-Card hat nach Berechnungen des Dachverbands der Innungskrankenkassen bis jetzt rund 1,7 Milliarden Euro an Kosten verursacht.

Auch aus den Kassenärztlichen Vereinigungen kommen Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Gesundheitskarte. „Wenn man mit Fachleuten redet, hört man, das sei eine Technik, die eigentlich schon überholt ist“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Wolfgang Krombholz. Verbände von Ärzten, Krankenkassen, Kliniken und Apothekern haben über die Trägergesellschaft Gematik den gesetzlichen Auftrag, die Gesundheitskarte auf den Weg zu bringen.

Die Karte sollte Behandlung erleichtern und Todesfälle verhindern

Die Bundesregierung hatte im Herbst 2004 angekündigt, ab dem Jahr 2006 werde die elektronische Gesundheitskarte zahlreiche neue Möglichkeiten für einen Datenaustausch schaffen. Ein Notfalldatensatz sollte darauf ebenso gespeichert werden können wie ein Medikationsplan. Eine solche digitale Arzneiliste sollte helfen, gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden, die nach Schätzungen jedes Jahr Tausende Todesfälle nach sich ziehen. Eine elektronische Patientenakte sollte unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Verwirklicht ist davon bis jetzt noch nichts.

Die Betreibergesellschaft Gematik hat zwar Anfang Juni erklärt, die Auslieferung der notwendigen technischen Ausrüstung gehe in die letzte Phase und sprach von einem „Meilenstein“. Doch die dafür notwendigen sogenannten Konnektoren stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, hatte im Juli beteiligte Industriefirmen für die neuerlichen Verzögerungen verantwortlich gemacht. Die weisen die Vorwürfe allerdings zurück. Der Sprecher der Telekom-Tochter T-Systems, Rainer Knirsch, weist darauf hin, dass die technischen Anforderungen rund 150 Mal verändert worden seien. Jetzt aber sei die Industrie „auf der Zielgeraden“, heißt es von T-Systems. Derzeit werde „die weltweit bestgeschützte öffentliche Infrastruktur für das Gesundheitswesen“ entwickelt.

(persönliche Anmerkung:es wäre zu schön um wahr zu sein; siehe Artikel auf dieser Seite !!)

2. ostfriesischer Zahnärztetag in Norden- Norddeich ausgebucht

120 Teilnehmer besuchen Fortbildungskongress in Ostfriesland

Rund 120 Zahnärzte und Aussteller haben am Samstag, den 1. April (kein Scherz!) den „2. Ostfriesischen Zahnärztetag“ zu einem vollen Erfolg werden lassen.

Der von der Genossenschaft ostfriesischer Zahnärzte e.G. (GoZ e.G.) veranstaltete Kongress unter dem Motto „KONS und Mee(h)r“ lockte Teilnehmer und Dental- Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet an die ostfriesische Küste.

Nach der morgendlichen Begrüßung der Anwesenden bei herrlichstem Sonnenschein durch die beiden Vorstände der GoZ e.G. Dr. Dominik Rindermann, Detern und Dr. Andreas Dohle, Norden, begann der Kongress vor dem Panorama des Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ im „Haus des Gastes“ in Norddeich.

Den Eröffnungsvortrag hielt Dr. Frank Liebaug, Steinbach- Hallenberg, mit dem Thema „Hyaloronsäure in der Parodontitis- und Periimplantitistherapie“. Dr. Liebaug berichtete dabei über seine Erfahrungen mit der zusätzlichen Gabe von Hyaloronsäure innerhalb der Parodontal- und auch Periimplantitistherapie. Eine begleitende Lasertherapie, so seine Beobachtung, reduziere zudem mögliche Schwellungen und auch Schmerzen des Patienten. Der vorgestellte Einsatz von Hyaloronsäure ist ein interessanter neuer Ansatz, der zu angeregter Diskussion der anwesenden Zahnärztinnen und Zahnärzte führte.

Im zweiten Vortrag wurden die Zuhörer von Prof. Dr. Dr. Martin Kunkel, Direktor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Abteilung des Ruhruniversitätsklinikums Bochum, zu „Zuschauern“ gemacht. In seinem äußerst interessanten Vortrag „Mundschleimhaut-erkrankungen und Tumorfrüherkennung“  sensibilisierte und trainierte er das Publikum mit vielen klinischen Bildern zu diesem schwierigen Thema. Hier wurden verschiedene Tumor-formen und deren Entwicklungsstufen vorgestellt. Die Untersuchung der Mundschleimhaut ist die wichtigste Maßnahme bei der Früherkennung von Schleimhautveränderungen und sollte daher Routine bei der Basisuntersuchung jedes Patienten in der zahnärztlichen Praxis sein. Dem niedergelassenen Zahnarzt kommt dabei im Rahmen der Früherkennung eine besondere Bedeutung zu, was Prof. Dr. Dr. Kunkel mehrfach in seinem Vortrag betonte.

Mittags hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich am „ostfriesisch- internationalen Büffet“ mit direktem Blick auf das Wattenmeer an Fisch – und anderen ostfriesisch-typischen Gerichten wie Emder Matjes, Snirtje Bra und Rode Grüt zu stärken, kollegiale Gespräche zu führen, die ganztägig geöffnete Dentalausstellung zu besuchen ober bei einem Spaziergang am Strand die Seele baumeln zu lassen.

Die Nachmittagsveranstaltung des „2.ostfriesichen Zahnärztetages“ eröffnete Prof. Dr. Claus- Peter Ernst, Mainz, mit dem Thema „Die ästhetische und effiziente Seitenzahnfüllung, die auch Spass macht“. Dabei informierte er über aktuelle Materialien, Hilfsmittel und deren Anwendung und Indikationen für Composite- Füllungen. Den einen oder anderen Tipp konnte dabei ganz bestimmt jeder Zuhörer für seine tägliche Arbeit mitnehmen. Hierbei wurden auch Neuentwicklungen vorgestellt, die erst kürzlich auf der Internationalen Dentalmesse (IDS) vorgestellt wurden. Wie diese entsprechend der neu erstellten Leitlinie am Patienten eingesetzt werden, wurde den Teilnehmern sehr anschaulich dargestellt. In der darauf-folgenden Pause waren die Stände der Kunststoffhersteller auf der Dentalausstellung entsprechend umlagert.

Nach dieser letzten, wie in Ostfriesland üblichen Pause zur „Teezeit“ rundete der Vortrag von Dr. Hinrich Romeike, Fachzahnarzt f. Oralchirurgie, Rendsburg, und 2008 Doppel-Olympiasieger im Einzel- und Mannschaftswettbewerb der Vielseitigkeitsreiterei, den Tag ab. „Magische Helfer – man kann den Erfolg nicht zwingen, aber man kann ihn locken“ lautete der Titel seines Vortrags. Dr. Romeike berichtete dabei in faszinierender Weise, wie es ihm möglich war, den Erfolg seines Olympiasieges zu erarbeiten und welche Bedeutungen z. B. eine kleine Schraube in einem Fensterbrett oder Kaffee ohne Zucker haben können. Dabei wurde allen Zuhörern klar, dass Erfolg kein Zufall ist! Und dies ist dann auf den zahnärzt-lichen Berufsstand übertragbar. Stetige Motivation, gute Vorbereitung und die Definition von Zielen sind auch im zahnärztlichen Praxisalltag jeden Tag notwendig, um erfolgreich zu sein.

Am Ende eines langen und gelungenen Fortbildungstages regnete es zwar leicht, trotzdem gingen alle Teilnehmer dieser „etwas anderen“ Fortbildungs -Veranstaltung gutgelaunt um 18.00 Uhr nach Hause. Viele der Anwesenden bedankten sich bei den Referenten und dem Organisationsteam um Dr. Dohle herum und sicherten bereits jetzt ihr Kommen zum „3. Ostfriesischen Zahnärztetag 2019“ zu. Die Anfragen nach entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten lassen nur den Rückschluss zu, dass zum nächsten Zahnärztetag dann auch die Familie mit nach Ostfriesland kommt. Diejenigen, die sich bereits in diesem Jahr in Norddeich eingemietet hatten, sind am Sonntag nochmals mit viel Sonne verwöhnt worden, bevor es dann endgültig nach Hause ging.

Der „3.ostfriesische Zahnärztetag 2019“ ist, schon jetzt, für Samstag, den 30.03.2019 geplant. Das Generalthema wird die „Zahnersatzkunde – analog oder digital“ sein.

Lehrzahnarztpraxis in der BBS Emden fertiggestellt

Ostfreisische Nachrichten vom 30.09.2016

Ostfriesische Nachrichten vom 30.09.2016

Ostfriesische Nachrichten vom 30.09.2016

 

 

AOK- und BKK-Chefs machen Gehaltssprünge

Mo. 12.12.2016, 14:57

Berlin – Die Vorstandsvorsitzenden der Orts- und Betriebskrankenkassen haben in den vergangenen acht Jahren die größten Gehaltssprünge bei den Krankenkassenchefs gemacht.
Zumeist stiegen ihre Bezüge um 30, teilweise sogar um fast 80 Prozent, dies zeigt ein kasseninterner Vergleich. Auf den ersten zehn Plätzen der Rangliste mit den höchsten Gehaltszuwächsen befinden sich allein drei AOK- und vier BKK-Chefs.
Am stärksten gestiegen ist die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden der Audi BKK. Verglichen mit dem Gehalt von 2008 bekommt er jetzt fast 100000 Euro (+78,7%) mehr. Kräftig zugelegt haben auch die Chefs der Barmer (+73826 Euro, +37,2%) und der AOK Niedersachsen (+58487,07, +35,4%).
Insgesamt erzielten diejenigen Kassenchefs das höchste Gehaltsplus, deren Versicherungen zu den 40 mitgliederstärksten Unternehmen der Branche zählen. Dabei konnte der Chef der mitgliederstärksten Assekuranz, der Techniker Krankenkasse (TK), sein Gehalt seit 2008 lediglich um 9617,32 Euro (+3,25%) steigern. Trotzdem ist er mit 305398,32 Euro Jahresgehalt Spitzenverdiener der Branche.

Fragen Sie sich also bitte nicht, was mi Ihren Mitgliedsbeiträgen geschieht….